Eine Poolheizung und Photovoltaik ist die effizienteste und nachhaltigste Möglichkeit, deinen Pool zu erwärmen – und das nahezu kostenlos. Durch die Nutzung von Sonnenstrom kannst du deine Badesaison deutlich verlängern, Energiekosten reduzieren und gleichzeitig die Umwelt schonen. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie die Kombination aus PV‑Anlage und Poolheizung funktioniert, welche Systeme sinnvoll sind und wie du die optimale Leistung für deinen Pool berechnest.
Warum eine Poolheizung mit Photovoltaik die beste Lösung ist
Eine PV‑gestützte Poolheizung bietet entscheidende Vorteile:
- Kostenlose Energie durch eigenen Solarstrom
- Längere Poolsaison von Frühling bis Herbst
- Unabhängigkeit von Strompreisen
- Nachhaltige Wärmegewinnung ohne Emissionen
- Hohe Effizienz, da Poolheizungen tagsüber laufen – genau dann, wenn PV‑Strom verfügbar ist
Gerade in Österreich, wo die Sonneneinstrahlung im Sommer sehr hoch ist, ist diese Kombination besonders attraktiv.
Wie funktioniert eine Poolheizung mit Photovoltaik?
Es gibt zwei grundsätzliche Wege, einen Pool mit Solarenergie zu beheizen:
1. PV‑Strom + Pool‑Wärmepumpe (die effizienteste Lösung)
Hier erzeugt deine Photovoltaikanlage Strom, der eine Pool‑Wärmepumpe antreibt. Diese Lösung ist heute der Standard, weil sie:
- auch bei bewölktem Wetter funktioniert
- sehr effizient arbeitet (COP 4–6)
- das Wasser schnell erwärmt
- unabhängig von der Dachausrichtung ist
Vorteile
- Höchste Effizienz
- Funktioniert auch bei kühleren Temperaturen
- Ideal für mittelgroße und große Pools
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten
- Benötigt ausreichend PV‑Leistung
2. Solarabsorber / Solarthermie (die günstigste Lösung)
Hier wird das Poolwasser direkt durch schwarze Kunststoffabsorber gepumpt, die von der Sonne erwärmt werden.
Vorteile
- Sehr günstig
- Einfache Installation
- Keine Elektronik notwendig
Nachteile
- Funktioniert nur bei direkter Sonne
- Benötigt große Flächen
- Keine präzise Temperatursteuerung
Wie viel PV‑Leistung brauche ich für eine Poolheizung?
Die benötigte Leistung hängt ab von:
- Poolgröße
- gewünschter Temperatur
- Abdeckung (extrem wichtig!)
- Standort
- Art der Heizung
Richtwerte für PV + Wärmepumpe
| Poolgröße | Empfohlene PV‑Leistung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| 15–20 m³ | 3–4 kWp | 5–7 kW |
| 25–35 m³ | 5–7 kWp | 7–10 kW |
| 40–50 m³ | 8–10 kWp | 10–13 kW |
Mit einer modernen PV‑Anlage lässt sich der Pool überwiegend mit eigenem Strom heizen.
Kosten einer Poolheizung mit Photovoltaik
PV‑Anlage
- 5–10 kWp: 6.000–15.000 €
Pool‑Wärmepumpe
- 1.000–3.500 €
Solarabsorber
- 300–1.500 €
Betriebskosten
Mit PV‑Strom praktisch 0 €.
Wie schnell erwärmt PV den Pool?
Mit Wärmepumpe:
- 1–2 °C pro Tag realistisch
- Bei optimaler Sonneneinstrahlung mehr
Mit Solarabsorbern:
- bis zu 4 °C pro Tag, aber nur bei direkter Sonne
Tipps für maximale Effizienz
1. Poolabdeckung verwenden
Ohne Abdeckung verliert der Pool nachts bis zu 70 % Wärme.
2. Wärmepumpe tagsüber laufen lassen
PV‑Strom ist dann am günstigsten.
3. PV‑Leistung großzügig planen
Mehr kWp = mehr Komfort und längere Badesaison.
4. Inverter‑Wärmepumpe wählen
Leiser, effizienter, langlebiger.
FAQ – Häufige Fragen zur Poolheizung mit Photovoltaik
Kann ich meinen Pool komplett kostenlos mit PV heizen?
Ja – mit ausreichend PV‑Leistung und einer effizienten Wärmepumpe.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Nein. Poolheizungen laufen idealerweise tagsüber, wenn die Sonne scheint.
Wie groß sollte die PV‑Anlage sein?
Für typische Familienpools sind 5–10 kWp ideal.
Funktioniert das auch im Frühling und Herbst?
Ja, besonders mit Wärmepumpen.