Wie viel spart Ihre Photovoltaikanlage wirklich? Datenstand Juli 2026 – mit Moduldegradation, Strompreissteigerung, EAG-Förderung und Berechnung über 25 Jahre.
Der Einspeisetarif ist 2026 weiter gesunken – umso mehr zählt der Eigenverbrauch. Jede selbst verbrauchte kWh ersetzt den vollen Bezugspreis. Mit Wärmepumpe und E-Auto steigt dieser Anteil deutlich.
Selbst genutzter PV-Strom ersetzt 29 ct/kWh Bezug. Eingespeister Strom bringt in Q3 2026 nur rund 6,15 ct. Der Hebel liegt klar im Eigenverbrauch.
EAG-Investitionszuschuss bis 150 €/kWp + 150 €/kWh Speicher, plus Made-in-Europe-Bonus von bis zu 30 % auf den Fördersatz. Die Vorbereitung braucht Vorlauf.
Schutz vor Strompreisschwankungen, höherer Immobilienwert, Notstromfähigkeit bei vielen Speichern.
Ohne Speicher 25–30 % Eigenverbrauch, mit passendem Speicher 55–75 %. Zu groß gewählt verlängert er die Amortisation, statt sie zu verkürzen – der Rechner zeigt das offen an.
Beide Verbraucher steigern den Eigenverbrauch deutlich. Eine Wallbox mit PV-Überschussladung holt das Maximum aus dem Dach.
Eine 10 kWp-Anlage spart über 25 Jahre rund 50–60 Tonnen CO₂ – gerechnet mit dem österreichischen Strommix, der durch den hohen Wasserkraftanteil emissionsärmer ist als der EU-Durchschnitt.
Sie wollen wissen, was Ihr Dach konkret bringt? Wir berechnen Ihre individuelle Wirtschaftlichkeit mit Ertragssimulation für Ihre Adresse – kostenlos und unverbindlich.
Mag. (FH) Andreas Mössenlechner
Photovoltaik Service – Mössenlechner Consulting KG
TÜV-zertifizierter PV-Sachverständiger
0664 510 34 17
office@photovoltaik-service.at
Der österreichische Strommarkt hat sich 2026 spürbar entspannt: Mehrere große Versorger – darunter Verbund, Energie Steiermark, Salzburg AG und Energie AG – haben ihre Tarife gesenkt. Trotzdem bleibt der Bezugspreis mit durchschnittlich 29 ct/kWh laut E-Control weit über dem Einspeisetarif. Dieser Spread macht den Eigenverbrauch zum entscheidenden Wirtschaftlichkeitshebel.
Beim Einspeisetarif zeigt sich 2026 ein struktureller Befund: Der OeMAG-Marktpreis lag von April bis Juni durchgehend bei 6,772 ct/kWh und damit exakt auf der gesetzlichen Untergrenze von 60 % des Quartalsmarktpreises. Der Tarif wird also nicht mehr von der Marktnachfrage getragen, sondern vom Schutzmechanismus dort gehalten. Mit dem Q3-Quartalsmarktpreis von 10,923 ct/kWh sinkt diese Untergrenze ab Juli auf 6,146 ct/kWh. Wer heute plant, sollte konservativ mit rund 6 ct rechnen – und die Anlage auf Eigenverbrauch auslegen, nicht auf Einspeisung.
Bei der Förderung ist der Terminplan entscheidend: Die EAG-Investitionszuschüsseverordnung 2026 sichert PV-Anlagen bis zu 150 €/kWp und Speichern 150 €/kWh, ergänzt durch den Made-in-Europe-Bonus. Der nächste Fördercall startet am 8. Oktober 2026 nach dem Prinzip „first come, first served“. Ohne gültige Zählpunktnummer ist keine Antragstellung möglich, und deren Beantragung dauert je nach Netzbetreiber zwei bis acht Wochen. Die Vorbereitung sollte deshalb spätestens im August beginnen.
Unser Rechner berücksichtigt Modul-Degradation (typisch 0,4–0,5 % p.a.), die erwartete Strompreissteigerung und die Eigenverbrauchsquote in Abhängigkeit von Anlagengröße, Haushaltsverbrauch und Speicher – begrenzt durch den tatsächlichen Verbrauch. Genau diese Begrenzung ist der Punkt, an dem viele Angebote zu optimistisch rechnen: Ein Speicher kann nur so viel Nutzen bringen, wie im Haushalt auch abgerufen wird.