Mit dem neuen „Günstiger‑Strom‑Gesetz“ (bisher bekannt als Elektrizitätswirtschaftsgesetz – ElWG 2025) setzt Österreich einen Meilenstein für die Energiewende.

Besonders für Photovoltaik‑Kundinnen und Kunden bringt das Gesetz fünf entscheidende Neuerungen – die „Goldstücke“ des ElWG. Sie betreffen Speicher, Einspeisetarife, Peer‑to‑Peer‑Verträge, Direktleitungen und Transparenz im Strommarkt.

Mehr Details zum rechtlichen Rahmen finden Sie im Überblick zu Elektrizitätswirtschaftsgesetz und Photovoltaik.


1. Speicherförderung und Netzentlastung

  • Neu: Wer Stromspeicher errichtet und damit das Netz entlastet, kann von Netzentgelten befreit werden.
  • Bedeutung: Speicher werden erstmals nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich attraktiv.
  • Praxis: PV‑Anlagen mit Batteriespeicher in Wien können Lastspitzen reduzieren und Kosten sparen.
    Mehr dazu unter Stromspeicher für Photovoltaik in Österreich.

2. Bagatellgrenze bei Einspeisetarifen

  • Kleinere PV‑Anlagen bis 7 kWp sind künftig von der Einspeisegebühr befreit.
  • Vorteil: Einstieg für Privathaushalte und kleine Betriebe wird deutlich erleichtert.
  • Praxis: Neue PV‑Kundinnen und Kunden in Wien profitieren von fairen Bedingungen und niedrigeren Kosten.
    Wer statt klassischer Einspeisung auf Peer‑to‑Peer setzt, kann mehr Gewinn mit PV‑Strom erzielen.

3. Peer‑to‑Peer‑Verträge

  • Neu: Direkte Stromlieferverträge zwischen Erzeugern und Verbrauchern sind erlaubt.
  • Flexibilität: Preisgestaltung frei – sogar 0 € (Schenkung) ist möglich.
  • Praxis: Privatpersonen mit PV‑Anlage können Strom direkt an Nachbarn oder Freunde verkaufen.
    Im Vergleich zu klassischen Energiegemeinschaften sind Peer‑to‑Peer Verträge einfacher und flexibler.

4. Direktleitungen

  • Bisher: Rechtlich möglich, aber wirtschaftlich kaum sinnvoll.
  • Neu: Direktleitungen dürfen ans öffentliche Netz angeschlossen sein, solange Ringflüsse verhindert werden.
  • Praxis: Überschussstrom kann ins Netz eingespeist werden – erstmals wirtschaftlich nutzbar für Industrieparks und Nachbarschaften in Wien.
    Mehr Informationen zum Zeitplan und Inkrafttreten finden Sie unter Wann kommt das neue ElWG?.

5. Mehr Transparenz und Versorgungssicherheit

  • Ziel: Leistbarer Strom aus erneuerbaren Quellen mit hoher Versorgungssicherheit.
  • Praxis: Verbraucherrechte werden gestärkt, Investoren erhalten Planungssicherheit.
  • Bedeutung: Das Vertrauen in den Strommarkt wächst – ein wichtiger Schritt für die Energiewende.

Fazit: ElWG 2025 als Meilenstein für Wien und Österreich

Die fünf Goldstücke des Günstiger-Strom-Gesetz – Speicherförderung, Bagatellgrenze, Peer‑to‑Peer‑Verträge, Direktleitungen und Transparenz – machen die Energiewende greifbar. Für neue Photovoltaik‑Kundinnen und Kunden in Wien bedeutet das: mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Flexibilität und mehr Sicherheit.