Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, kann überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten. Damit das reibungslos funktioniert, braucht es einige Schritte – von der technischen Anmeldung bis zum Einspeisevertrag. Dieser Leitfaden erklärt verständlich, wie die Einspeisung in Österreich abläuft und worauf Betreiber achten sollten.
1. Netzanschluss prüfen und Zählpunkt erhalten
Bevor Strom eingespeist werden kann, muss die PV‑Anlage beim zuständigen Netzbetreiber (z. B. Netz NÖ) angemeldet werden. Wichtig sind:
- Standort der Anlage
- Leistung in kWp
- Wechselrichterdaten
- Eigentümerdaten
Nach der Anmeldung erhält man einen Zählpunkt, der für alle weiteren Schritte notwendig ist. Ohne Zählpunkt ist keine Einspeisung möglich.
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2. Elektrische Fertigstellung und Inbetriebnahme
Nach der Montage führt der Elektriker die Fertigmeldung durch. Dazu gehören:
- Prüfung der Schutzmaßnahmen
- Dokumentation der Anlage
- Meldung an den Netzbetreiber
- Terminvereinbarung für den Smart Meter (falls noch nicht vorhanden)
Sobald der Netzbetreiber die Anlage freigibt, darf sie offiziell in Betrieb gehen.
3. Smart Meter aktivieren lassen
Für die Einspeisung ist ein Smart Meter erforderlich. Er ermöglicht:
- Messung von Bezug und Einspeisung
- Automatische Datenübermittlung
- Monatliche Abrechnung
Falls noch kein Smart Meter installiert ist, übernimmt das der Netzbetreiber kostenlos.
4. Einspeisevertrag wählen: OeMAG oder Energieversorger
Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Wohin wird der Strom verkauft?
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Option A: Einspeisung zum Marktpreis über die OeMAG
- monatlich variabler Marktpreis
- einfache Online‑Anmeldung
- keine Bindung an einen bestimmten Energieversorger
- ideal für flexible Betreiber
Option B: Einspeisevertrag mit einem Energieversorger
- fixer oder variabler Tarif
- oft längere Vertragslaufzeiten
- teilweise Kombiangebote (z. B. Strombezug + Einspeisung)
Welche Variante besser ist, hängt vom persönlichen Verbrauchsprofil und der Preisentwicklung ab.
5. Einspeisevertrag online abschließen
Für den Vertragsabschluss werden benötigt:
- Zählpunktnummer
- Anlagendaten (kWp, Inbetriebnahmedatum)
- Netzbetreiber
- Bankverbindung
- Kontaktdaten
Nach dem Absenden wird der Vertrag automatisch erstellt. Ab diesem Zeitpunkt wird jede eingespeiste Kilowattstunde vergütet.
6. Monatliche Abrechnung und Auszahlung
Die Abrechnung erfolgt automatisch:
- Smart Meter liefert die Einspeisedaten
- OeMAG oder Energieversorger erstellt die Monatsabrechnung
- Auszahlung erfolgt direkt aufs Konto
Betreiber müssen nichts weiter tun – die Abrechnung läuft digital im Hintergrund.
7. Tipp: Eigenverbrauch optimieren
Je mehr Strom im eigenen Haushalt genutzt wird, desto höher ist die wirtschaftliche Gesamtrendite der PV‑Anlage. Empfehlenswert sind:
- Warmwasser über PV
- Batteriespeicher
- Lastverschiebung (z. B. Waschmaschine tagsüber)
- intelligente Steuerungen
Fazit: Strom einspeisen ist einfacher, als viele denken
Mit wenigen Schritten – Anmeldung, Fertigstellung, Smart Meter, Einspeisevertrag – ist die PV‑Anlage bereit, sauberen Strom ins Netz zu liefern. Die monatliche Vergütung sorgt für eine stabile Einnahmequelle und macht Photovoltaik noch wirtschaftlicher.
Weiterführende Links:
https://photovoltaik-service.at/photovoltaik-einspeisetarif
https://photovoltaik-service.at/photovoltaik-anmeldung-netz-noe
❓ FAQ: Strom einspeisen – die wichtigsten Fragen verständlich erklärt
Wie kann ich Strom aus meiner Photovoltaikanlage einspeisen?
Damit Strom eingespeist werden kann, muss die PV‑Anlage beim Netzbetreiber angemeldet, technisch fertiggestellt und mit einem Smart Meter ausgestattet sein. Danach wird ein Einspeisevertrag abgeschlossen – entweder bei der OeMAG oder einem Energieversorger.
Brauche ich einen Smart Meter für die Einspeisung?
Ja. Der Smart Meter misst Bezug und Einspeisung getrennt und übermittelt die Daten automatisch. Ohne Smart Meter ist keine monatliche Abrechnung möglich.
Wo schließe ich einen Einspeisevertrag ab?
Du kannst den Vertrag entweder bei der OeMAG (Marktpreis) oder bei einem regionalen Energieversorger (fixe oder variable Tarife) abschließen. Beide Varianten funktionieren digital.
Wie viel bekomme ich für eingespeisten Strom?
Die Vergütung hängt vom gewählten Vertrag ab. Bei der OeMAG gilt der monatliche Marktpreis, bei Energieversorgern gibt es fixe oder variable Einspeisetarife. Die Preise ändern sich regelmäßig.
Welche Daten brauche ich für den Einspeisevertrag?
Notwendig sind Zählpunktnummer, Anlagendaten (kWp, Inbetriebnahme), Netzbetreiber, Bankverbindung und Kontaktdaten. Der Vertrag wird danach automatisch erstellt.
Wie erfolgt die Abrechnung der Einspeisung?
Die Abrechnung läuft monatlich über den Smart Meter. Die eingespeisten Kilowattstunden werden automatisch erfasst und direkt auf das angegebene Konto ausbezahlt.
Kann ich Eigenverbrauch und Einspeisung kombinieren?
Ja. Der Eigenverbrauch wird automatisch im Haushalt genutzt, der Überschuss wird ins Netz eingespeist. Eine Optimierung des Eigenverbrauchs erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV‑Anlage.
Was passiert, wenn ich mehr Strom produziere als ich verbrauche?
Der Überschuss wird vollständig ins Netz eingespeist und nach deinem Einspeisevertrag vergütet. Es gibt keine Begrenzung der Einspeisemenge.