Strompreise Österreich 2026: Droht ein zweiter Energiepreis-Peak – und was Gewerbebetriebe jetzt tun müssen
Ursprünglich veröffentlicht: 8. April 2026 · Aktualisiert: 23. Juli 2026
Der Großhandelsstrompreis zeigte im April dasselbe Anstiegsmuster wie vor dem Energieschock 2022 – und die Befürchtung hat sich bestätigt. Der Iran-Krieg ist nicht beigelegt, sondern seit Anfang Juli erneut eskaliert; die Straße von Hormus gilt seit 19. Juli wieder offiziell als gesperrt. Für Unternehmen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland heißt das: Der Zeitpunkt zum Handeln war „jetzt“ schon im April – er ist es jetzt noch dringlicher.
Von photovoltaik-service.at · Update: 23. Juli 2026 · Lesezeit: ca. 11 Minuten · Fokus: Gewerbe & KMU
Aktuelle Zahlen (Stand 23.07.2026)
| Kennzahl | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Gas Day-Ahead (Börse) | 63,17 €/MWh | Neues Jahreshoch, über dem März-Peak (56,79 €/MWh) |
| Strom Day-Ahead (Börse) | 134,60 €/MWh | Tagesspitzen bereits über 190 €/MWh |
| Rohöl (Spot) | 76,13 $/Barrel | Seit Tief Ende Juni (~61 $) deutlich gestiegen |
| Marktpreis §41 ÖkostromG, Q2 2026 | 119,67 €/MWh | +29 % ggü. Q1 (92,50 €/MWh) |
| Marktpreis §41 ÖkostromG, Q3 2026 | 109,23 €/MWh | −9 % ggü. Q2 – festgesetzt Ende Juni, also vor dem jüngsten Preissprung |
| ÖSPI Monat (Strompreisindex) | 97,71 €/MWh | +13,4 % ggü. Vormonat, +25,0 % ggü. Juli 2025 |
| PV-Eigenstromerzeugung Gestehungskosten | ~5 ct/kWh | Unverändert stabiler Preisdeckel |
Inhalt dieses Artikels
- Update: Wo wir seit April stehen
- Iran-Krieg & Straße von Hormus – Stand Juli 2026
- Merit-Order: Warum Gaskraftwerke Ihren Strom teurer machen
- Szenario-Check: Welche April-Prognose trifft ein?
- Was Gewerbebetriebe jetzt konkret tun sollten
- Photovoltaik als Schutzschild: Zahlen für Unternehmen
- Förderungen für gewerbliche PV-Anlagen – Stand Juli 2026
- Ausblick 2027/2028
- Häufige Fragen (FAQ)
1. Update: Wo wir seit April stehen
Der April-Bericht beschrieb ein Déjà-vu: ein Anstiegsmuster wie 2021, kurz vor dem historischen Preisschock 2022. Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens am 8. April beruhigten sich die Preise tatsächlich – Gas fiel bis Mitte Juni zeitweise auf 42–43 €/MWh, der Q3-Marktpreis wurde Ende Juni entsprechend niedriger festgesetzt (109,23 €/MWh, −9 % ggü. Q2). Diese Beruhigung hielt jedoch nicht.
Anfang Juli erklärte die iranische Führung ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstandsabkommen für hinfällig, US-Präsident Trump erklärte die Waffenruhe seinerseits für beendet. Bei einem iranischen Raketenangriff auf eine US-Basis in Jordanien starben zwei amerikanische Soldaten, ein weiterer im Nordirak; die USA reagierten mit Vergeltungsschlägen gegen die Revolutionsgarden. Verteidigungsminister Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten der USA vor dem Senat auf 37,5 Mrd. USD. Am 19. Juli erklärte der Iran die Straße von Hormus erneut für geschlossen.
Für Gewerbebetriebe bedeutet das konkret: Der Q3-Marktpreis, auf dessen Basis derzeit viele Einspeisetarife und indexierte Verträge kalkuliert werden, spiegelt die aktuelle Eskalation noch nicht wider – er wurde vor dem Preissprung Ende Juni festgesetzt. Der nächste Quartalswert (Q4, festgesetzt Ende September) dürfte die jüngste Entwicklung deutlich stärker einpreisen. Wer jetzt beschafft, kauft de facto noch zu Konditionen, die die aktuelle Krisenlage nicht vollständig abbilden – ein enges Zeitfenster.
2. Iran-Krieg & Straße von Hormus – Stand Juli 2026
Die Straße von Hormus – Verbindung zwischen Persischem Golf und Indischem Ozean, täglich passiert von rund 20 Millionen Barrel Öl und rund einem Fünftel des weltweiten LNG-Volumens – wurde vom Iran am 19. Juli 2026 erneut offiziell für geschlossen erklärt. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) warnt Schiffe ausdrücklich vor der Durchfahrt.
Wichtig für die Einordnung: „Geschlossen“ bedeutet in der Praxis keinen vollständigen Stillstand. Tracking-Daten zeigen ein Muster, das Branchenbeobachter als „teures Drehkreuz statt verschlossener Tür“ beschreiben – der Schiffsverkehr sinkt auf einen Bruchteil des Normalniveaus, während hunderte Tanker vor Anker liegen und vereinzelte Schiffe über eine mit dem Iran abgestimmte „nördliche Route“ passieren. Die Fracht- und Versicherungsraten sind entsprechend massiv gestiegen. Parallel dazu wurde im Roten Meer ein Tanker beschossen, und die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz griff nach eigenen Angaben saudi-arabische Tanker an – der Konflikt weitet sich geografisch aus.
Vermittler bemühen sich weiter um eine Beruhigung: Katar hat einen Vorschlag für einen regulierten Schifffahrtskorridor durch die Meerenge eingebracht, verbunden mit Gesprächen über eine neue, zunächst zehntägige Waffenruhe. Ein Ergebnis steht bei Redaktionsschluss noch aus.
Laut Aussage von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat am 21. Juli 2026 belaufen sich die bisherigen Kriegskosten der USA im Iran-Konflikt auf rund 37,5 Milliarden Dollar.
Warum Österreich trotz Wasserkraft betroffen ist
Unverändert zum April-Stand: Österreich erzeugt rund 70 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen, vor allem Wasserkraft. Der heimische Großhandelspreis orientiert sich aber am deutschen Phelix-AT-Index. In nachfragestarken Stunden sind Gaskraftwerke preissetzend – was Gas kostet, bestimmt den Marktpreis für alle. Die deutschen Gasspeicher lagen am 17. Juli 2026 bei 45,0 % Füllstand – 11,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, mit einer Befüllungsgeschwindigkeit von nur rund 0,1 Prozentpunkten pro Tag. Der Puffer für den Winter 2026/27 wird enger, nicht großzügiger.
3. Merit-Order: Warum Gaskraftwerke Ihren Betriebsstrom teurer machen
Unverändert gilt: An europäischen Strombörsen bestimmt das teuerste noch benötigte Kraftwerk den Marktpreis für alle – auch für Strom aus österreichischer Wasserkraft. Der aktuelle Sprung von 63,17 €/MWh Gas auf 134,60 €/MWh Strom (Day-Ahead, 23.07.2026) bestätigt den Mechanismus unmittelbar. Für Gewerbebetriebe mit hohem Tagesverbrauch bleibt die Schlussfolgerung dieselbe: Selbst erzeugter Solarstrom vom eigenen Dach umgeht den Merit-Order-Mechanismus vollständig – Sie zahlen die Gestehungskosten Ihrer Anlage (~5 ct/kWh), nicht den Börsenpreis.
4. Szenario-Check: Welche April-Prognose trifft ein?
Der April-Bericht hatte drei Szenarien skizziert. Der heutige Stand erlaubt eine Zwischenbilanz:
Szenario A („Entspannung“, 70–90 €/MWh Großhandel) ist ausgeschieden. Hormus wurde nicht dauerhaft geöffnet, sondern Mitte Juli erneut gesperrt.
Szenario B („Anhaltende Krise“, 150–250 €/MWh Großhandel bis Herbst/Winter, damals als „wahrscheinlichstes“ Szenario markiert) tritt ein — schneller als angenommen. Mit Strom-Tagesspitzen von über 190 €/MWh liegt der Markt bereits jetzt, Ende Juli, in der unteren Bandbreite dieses Zielkorridors, den der April-Bericht erst für Herbst/Winter erwartet hatte. Für Endkunden Gewerbe bedeutet das im Basisfall weiterhin +20 bis +50 % auf die Energierechnung – die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell diese Bandbreite auf Endkundentarife durchschlägt.
Szenario C („Eskalation“, 300–500 €/MWh) ist nicht erreicht, aber das Risiko steigt. Die geografische Ausweitung (Rotes Meer, Huthi-Angriffe auf saudische Tanker) ist genau jene Art von Vorfall, die den April-Bericht als Voraussetzung für dieses Extremszenario nannte.
Für Ihren Energieeinkauf: Das im April genannte Zeitfenster für günstigere 2027er-Verträge wird enger. Wer jetzt noch zu Q3-Konditionen (109,23 €/MWh) abschließen kann, sichert sich einen Preis, der die Eskalation der letzten drei Wochen noch nicht enthält.
5. Was Gewerbebetriebe jetzt konkret tun sollten
Energiebeschaffung: Tranchenstrategie bleibt der zentrale Hebel
Wer seinen Strombedarf für 2026/27 noch nicht abgesichert hat, sollte weiterhin in Tranchen kaufen – gestaffelte Verträge über unterschiedliche Laufzeiten, um das Timing-Risiko zu streuen. Angesichts der Diskrepanz zwischen dem (noch moderaten) Q3-Marktpreis und den bereits deutlich höheren Spotpreisen im Juli ist die Dringlichkeit gegenüber April gestiegen, nicht gesunken.
Lastspitzenkappung: durch die Tagesvolatilität noch relevanter
Mit Strompreis-Schwankungen zwischen 100 und über 190 €/MWh an einzelnen Tagen wird die Kappung von Lastspitzen über PV plus Batteriespeicher zu einem quantifizierbaren, kurzfristig wirksamen Hebel – zusätzlich zum Leistungspreisanteil, den viele Gewerbetarife ohnehin nach der gemessenen Höchstlast berechnen. Je nach Tarif weiterhin 10–25 % der Gesamtstromkosten.
Notstromversorgung als strategische Komponente
Mit der erneuten Zuspitzung der geopolitischen Lage bleibt das Argument für notstromfähige PV-Speichersysteme unverändert relevant für Betriebe mit kritischen Prozessen.
6. Photovoltaik als Schutzschild: Zahlen für Unternehmen
Unverändert gilt: Gewerbebetriebe mit hohem Tagesverbrauch sind ideale Kandidaten für PV-Eigenverbrauchsanlagen, da Betriebszeiten mit den Hauptproduktionszeiten von Solaranlagen zusammenfallen. Neu hinzugekommen ist ein Effekt, der den Eigenverbrauch gegenüber der Einspeisung 2026 noch attraktiver macht: Branchenanalysen rechnen für 2026 mit 600–800 Stunden negativer Strompreise – nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr. Genau in diesen Stunden produzieren PV-Anlagen am meisten. Wer seinen Strom einspeist statt selbst nutzt, verschenkt in diesen Stunden Wert.
| Kennzahl | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Strombezugskosten Gewerbe (inkl. Netz & Abgaben) | 25–35 ct/kWh | E-Control, Juli 2026 |
| PV-Gestehungskosten (Gewerbeanlage 50–500 kWp) | 4–6 ct/kWh | Über 25–30 Jahre Laufzeit |
| Einsparung je selbst verbrauchter kWh | 20–30 ct/kWh | Bezug vs. Eigenproduktion |
| OeMAG-Einspeisetarif (Juni 2026) | 6,772 ct/kWh | Klebt an der gesetzlichen Untergrenze |
| OeMAG-Untergrenze ab Juli 2026 | 6,146 ct/kWh | 60 % des Q3-Marktpreises abzüglich Ausgleichsenergie |
| Interne Rendite (PV + Speicher, Gewerbe) | 8–12 % p.a. | Je nach Dimensionierung |
| Eigenverbrauchsquote Gewerbe ohne Speicher | 60–80 % | Tageslast parallel zur Solarproduktion |
| Negative Strompreisstunden 2026 (Prognose) | 600–800 h | Fast doppelt so viele wie 2025 |
| Typische Amortisationszeit Gewerbeanlage | 5–8 Jahre | Bei aktuellen Preisen und Förderung |
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7. Förderungen für gewerbliche PV-Anlagen – Stand Juli 2026
Wichtige Entwicklung seit April: Der erste EAG-Fördercall 2026 (23. April – 11. Mai) zeigte eine außergewöhnliche Nachfrage – statt der ursprünglich budgetierten 40 Mio. € wurden rund 135 Mio. € beantragt; das Budget wurde auf 70 Mio. € aufgestockt. Der zweite Fördercall (16.–30. Juni, 12 Mio. € Budget) ist inzwischen ebenfalls abgeschlossen und ausgewertet. Rund 90 % aller Anträge im ersten Call enthielten bereits eine Speicherkomponente – ein klares Signal, dass Betriebe zunehmend auf Eigenverbrauchs- statt Einspeisemodelle setzen.
| Förderung | Höhe | Für wen | Termin |
|---|---|---|---|
| EAG-Investitionszuschuss, 3. Call 2026 | Kat. A bis 150 €/kWp, sinkend nach Kategorie | Gewerbe, Privatpersonen, Gemeinden | 8.–22. Oktober 2026 |
| EAG-Marktprämie | max. 7,77 ct/kWh | Anlagen ab 10 kWp mit Einspeisung | Laufende Ausschreibungen |
| Made-in-Europe-Bonus | bis +30 % | Europäische Komponenten | Im EAG-Call integriert |
| Kärnten: Betriebliche PV | bis 200 €/kWp | Unternehmen, max. 45 % der Kosten | Laufend |
| OÖ Speicher-Sonderförderung | variabel | Nachrüstung Speicher bei Bestandsanlagen | Laufend |
Wichtig für Betriebe: Die Fördersätze sind im dritten Call gegenüber dem Frühjahr tendenziell niedriger angesetzt, während die Nachfrage nach den ersten beiden Calls erkennbar hoch bleibt. Wer für Herbst/Winter plant, sollte die Antragsunterlagen bereits jetzt vorbereiten – die Ticketziehung und Antragsfenster sind eng befristet. Unverändert gilt: 20 % MwSt. auf PV-Anlagen seit 1. April 2025; für nicht-vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe (z. B. Ärzte, Vereine) bleibt das ein relevanter Kostenfaktor.
Förderstelle EAG-Abwicklungsstelle Investitionszuschuss, Marktprämie, Fördercall-Termine 2026.
Berechnung Förderung + Rendite berechnen Amortisation und Nettorendite nach EAG-Abzug.
8. Ausblick 2027 und 2028: Strukturell höhere Preise bleiben
Die im April genannten strukturellen Treiber gelten unverändert, teils verstärkt:
- LNG-Knappheit bis 2030 durch den Ausfall katarischer Kapazität bleibt bestehen; die erneute Hormus-Sperrung im Juli verschärft die kurzfristige Versorgungslage zusätzlich.
- CO₂-Preise steigen mittelfristig weiter und erhöhen die Betriebskosten gasbetriebener Stromerzeugung.
- Netzengpässe in einigen Regionen (Steiermark, Kärnten) bleiben ein Thema für Betriebe, die 2026 ihre Einspeisekapazität sichern wollen.
- Neu seit April: Die stark gestiegene Zahl an Stunden mit negativen Strompreisen (600–800 h/Jahr prognostiziert) verändert die Wirtschaftlichkeitsrechnung – Eigenverbrauch und Lastverschiebung gewinnen gegenüber reiner Einspeisung strukturell an Bedeutung.
Für Unternehmen bleibt die Schlussfolgerung aus dem April unverändert, nur dringlicher: Eine gewerbliche PV-Anlage mit Speicher wird mit jedem Monat Verzögerung teurer im entgangenen Nutzen, nicht nur in den Anschaffungskosten.
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9. Häufige Fragen für Gewerbebetriebe (FAQ)
Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich eine gewerbliche PV-Anlage? Grundsätzlich ab einem jährlichen Strombezug von etwa 20.000 kWh und einer Dachfläche von mindestens 100–150 m². Für Lagerhallen und Produktionsbetriebe rechnen sich Anlagen ab 50 kWp besonders gut. Berechnen Sie Ihren Fall mit unserem Wirtschaftlichkeitsrechner.
Steigen meine Gewerbe-Stromkosten jetzt sofort? Der Q3-Marktpreis (109,23 €/MWh) wurde vor dem jüngsten Preissprung festgesetzt und wirkt noch dämpfend. Der Q4-Wert, der Ende September festgesetzt wird, dürfte die aktuelle Eskalation deutlich stärker abbilden. Wer einen Fixpreisvertrag hat, ist bis Vertragsende geschützt – prüfen Sie das Laufzeitende.
Was ist Lastspitzenkappung und wie viel spart sie meinem Betrieb? Viele Gewerbestromtarife enthalten einen Leistungspreisanteil nach dem höchsten 15-Minuten-Mittelwert. Ein Batteriespeicher kappt diesen Peak zusätzlich zur Verbrauchseinsparung. Je nach Tarif: 10–25 % der Gesamtstromkosten. Wir analysieren Ihren Lastgang und berechnen das Potenzial.
Gibt es 2026 noch Förderungen für gewerbliche PV-Anlagen? Ja. Nach zwei stark überzeichneten Fördercalls im Frühjahr/Frühsommer (135 Mio. € Nachfrage bei ursprünglich 40 Mio. € Budget) folgt der dritte Call vom 8. bis 22. Oktober 2026. Alle Details zur EAG-Abwicklungsstelle.
Lohnt sich eine PV-Anlage auch wenn sich die Krise schnell löst? Ja. Die Wirtschaftlichkeit basiert auf dem dauerhaft höheren Preisniveau seit 2021 – nicht auf der aktuellen Krisenspitze. Selbst im günstigsten Szenario bleibt laut der April-Analyse ein strukturelles Sockelniveau von 35–40 €/MWh Großhandel, das die aktuelle Entwicklung eher bestätigt als widerlegt.
Kann ich eine PV-Anlage auch ohne Eigeninvestition realisieren? In Österreich gibt es Contracting-Modelle, bei denen ein Dritter die Anlage finanziert und errichtet. Sprechen Sie uns an – wir klären die passende Finanzierungsform.
Wie lange dauert die Umsetzung einer gewerblichen PV-Anlage? Für eine typische Gewerbeanlage (50–200 kWp) planen Sie 3–6 Monate von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme. Wer den Fördercall im Oktober 2026 nutzen will, sollte jetzt mit der Planung beginnen.
Quellen & Datengrundlagen (Update Juli 2026)
E-Control Austria: Marktpreis §41 Abs.1 ÖkostromG 2012 (Phelix-AT), Q2 2026: 119,67 €/MWh, Q3 2026: 109,23 €/MWh · AEA: ÖSPI Monat Juli 2026: 97,71 €/MWh (+25,0 % ggü. Vorjahr)
Day-Ahead-Börsendaten Gas/Strom/Öl, Stand 23.07.2026 · Gas Infrastructure Europe (AGSI+): deutsche Gasspeicher, Stand 17.07.2026
IMO/UKMTO: Sicherheitswarnungen Straße von Hormus, Stand 19.–21.07.2026 · US-Senatsanhörung, Aussage Verteidigungsminister Hegseth, 21.07.2026
OeMAG: Einspeisetarif Juni 2026: 6,772 ct/kWh · EAG-Abwicklungsstelle: Fördercall-Termine und Antragszahlen 2026
Vorheriger Bericht: „Strompreise Gewerbe Österreich 2026: Droht ein zweiter Peak?“, 08.04.2026 (Basis dieses Updates)
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