Der aktuelle Marktpreis für das 1. Quartal 2026

Der Strommarkt in Österreich unterliegt klaren gesetzlichen Regeln. Eine zentrale Kennzahl ist der Marktpreis (1) , der von der E-Control Austria quartalsweise veröffentlicht wird. Dieser Wert ist entscheidend für die Vergütung von Ökostromanlagen und beeinflusst die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik, Windkraft und Biomasseprojekten.

(1) gemäß § 41 Abs. 1 Ökostromgesetz 2012

1. Quartal 2026 : 9,25 Cent / kWh

aktueller Marktpreis Strom siehe E-Control

Bedeutung für Betreiber von Photovoltaik Anlagen

Der veröffentlichte Marktpreis ist für Betreiber von PV-Anlagen von großer Bedeutung:

  • Vergütung: Er bildet die Basis für die Berechnung der Einspeisetarife im Rahmen der Ökostromförderung.
  • Planungssicherheit: Betreiber können ihre Einnahmen besser kalkulieren.
  • Markttransparenz: Der Preis zeigt die aktuelle Lage am Strommarkt und dient als Orientierung für Investitionen.
  • Wintermonate bedeuten höheren Stromverbrauch durch Heizung, Beleuchtung und Industrieproduktion.
  • Diese saisonale Grundlast führt regelmäßig zu höheren Preisen im ersten Quartal.

Gestiegene Brennstoffkosten

  • Gas- und Kohlepreise sind im Herbst/Winter 2025 gestiegen, was die Stromproduktion verteuert.
  • Da viele Kraftwerke in Europa noch auf fossile Energieträger angewiesen sind, schlägt das direkt auf die Strompreise durch.

Geopolitische Unsicherheit

  • Der Krieg in der Ukraine und die Energiepolitik in Europa haben Strom und Gas zu einem geopolitischen Machtinstrument gemacht.
  • Marktteilnehmer kalkulieren mit Risikoaufschlägen, was Futures verteuert.

CO₂-Zertifikate

  • Höhere Preise für Emissionsrechte (EU ETS) verteuern die Stromproduktion aus fossilen Quellen.
  • Das wirkt sich besonders stark auf Grundlast-Futures aus, die kontinuierliche Versorgung abbilden.

Markterwartungen

Futures spiegeln nicht nur aktuelle Kosten, sondern auch Erwartungen für die kommenden Monate wider.

Fazit

Der Marktpreis gemäß § 41 Abs. 1 Ökostromgesetz 2012 ist eine zentrale Kennzahl für die österreichische Energiewirtschaft. Mit 9,25 Cent / kWh im Q1 2026 bietet er eine transparente Grundlage für die Vergütung von Ökostromanlagen und zeigt die Dynamik des Strommarktes.

👉 Offizielle Quelle: E-Control – Marktpreis gemäß § 41 Ökostromgesetz 2012

Was bedeutet § 41 Ökostromgesetz 2012?

Gemäß § 41 Abs. 1 Ökostromgesetz 2012 ist die E-Control verpflichtet, am Ende jedes Quartals den durchschnittlichen Marktpreis für elektrische Grundlastenergie festzustellen und zu veröffentlichen.

  • Grundlastenergie bedeutet: Strom, der kontinuierlich über alle Stunden eines Quartals geliefert wird.
  • Berechnungsgrundlage: Die Preise der letzten fünf Handelstage für die Baseload-Quartalsfutures an der European Energy Exchange (EEX).
  • Ziel: Transparenz und eine faire Grundlage für die Abrechnung von Ökostromförderungen.

Strompreise 2026 in Österreich: Marktpreis, Prognose und neue Unsicherheiten

Die Energie-Control Austria hat den Marktpreis gemäß § 41 Abs. 1 Ökostromgesetz 2012 für das 1. Quartal 2026 veröffentlicht. Dieser beträgt 92,50 €/MWh (zuvor 91,67 €/MWh im 4. Quartal 2025) und bildet den durchschnittlichen Großhandelspreis für elektrische Grundlastenergie ab. Er wird anhand der Abrechnungspreise der letzten fünf Handelstage berechnet, an denen alle vier relevanten Quartalsfutures an der European Energy Exchange (EEX) gehandelt wurden. Seit dem 2. Quartal 2019 erfolgt die Berechnung ausschließlich auf Basis der österreichischen Phelix‑AT‑Futures.

Wichtig ist: Dieser Wert ist kein Endkundenpreis, sondern ein reiner Großhandelsindikator, der die Marktlage im Stromsektor widerspiegelt.

Entwicklung der Strompreise: Stabilisierung oder neue Unsicherheit?

Nach drei turbulenten Jahren (2022–2024) schien sich der Strommarkt 2025 deutlich zu beruhigen. Die Großhandelspreise bewegten sich über Monate hinweg in einem relativ stabilen Bereich. Der Marktpreis von 92,50 €/MWh für das 1. Quartal 2026 bestätigt diese Tendenz: moderat, aber weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau.

Zum Vergleich:

  • 2019: rund 40–50 €/MWh
  • 2021: 60–80 €/MWh
  • 2022 (Krisenjahr): zeitweise über 300 €/MWh
  • 2024: erneute Peaks über 200 €/MWh
  • 2025: deutliche Entspannung, 80–100 €/MWh

Der aktuelle Wert liegt damit im oberen Bereich der neuen Normalität, aber weit entfernt von den extremen Krisenpreisen.

Geopolitische Lage: Warum der Strompreis wieder unter Druck geraten könnte

Bis Ende Februar 2026 galt der Strommarkt als weitgehend stabilisiert. Doch die erneute Eskalation im Iran‑Konflikt hat die Energiemärkte spürbar verunsichert. Zwar reagiert der Strompreis weniger unmittelbar als der Gaspreis, aber:

  • Gas bleibt ein zentraler Faktor für europäische Stromerzeugung.
  • Steigende Gaspreise erhöhen die Grenzkosten der Stromproduktion.
  • Futures‑Preise für Strom ziehen in solchen Phasen fast immer nach.

Die jüngsten Bewegungen im Gasmarkt — ein Anstieg von 33 €/MWh auf 56,79 €/MWh innerhalb von zwei Tagen — zeigen, wie schnell sich die Lage ändern kann.

Diese Dynamik wird sich mit Verzögerung auch im Strommarkt widerspiegeln.

Was bedeutet das für den Marktpreis des 2. Quartals 2026?

Der Marktpreis für Q2/2026 kann noch nicht berechnet werden, da er auf den Settlement‑Preisen der letzten fünf Handelstage des 1. Quartals 2026 basiert. Diese Daten liegen erst Ende März vor.

Auf Basis der aktuellen Futures‑Entwicklung ist jedoch wahrscheinlich:

  • Der Marktpreis für Q2/2026 wird höher ausfallen als 92,50 €/MWh.
  • Je nach Verlauf des Iran‑Konflikts sind Werte zwischen 100 und 120 €/MWh realistisch.
  • Eine Rückkehr zu Vorkrisenpreisen ist nicht absehbar.

Fazit: Strom bleibt 2026 teurer — und die Unsicherheit wächst

Der österreichische Strommarkt hat sich 2025 deutlich beruhigt, doch die geopolitische Lage zeigt erneut, wie fragil diese Stabilität ist. Der Marktpreis von 92,50 €/MWh für das 1. Quartal 2026 liegt im Rahmen der neuen Normalität, aber die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Preise im 2. Quartal wieder steigen könnten.

Für Haushalte und Unternehmen bedeutet das:

  • Keine unmittelbare Krise, aber
  • anhaltend hohe Energiepreise,
  • steigende Unsicherheit,
  • und eine weiterhin starke wirtschaftliche Relevanz von Eigenstromerzeugung wie Photovoltaik.

Gerade in volatilen Zeiten bleibt PV eine der wenigen Möglichkeiten, sich langfristig von Marktpreisschwankungen unabhängig zu machen.