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PV-Fördercall Oktober 2026: Einreichung bis 22. Oktober – was jetzt zählt

Förderung · Aktuell

Mag. (FH) Andreas Mössenlechner · TÜV-zertifizierter Photovoltaik-Experte · 8. Oktober 2026

Heute um 17:00 Uhr öffnet der dritte und letzte Fördercall 2026 für den EAG-Investitionszuschuss. Über die Reihung entscheidet der Zeitpunkt der Ticketziehung. Wer heute ein Ticket zieht und bis 22. Oktober vollständig einreicht, sichert sich die beste Ausgangsposition. TicketziehungDonnerstag, 8. Oktober 2026, ab 17:00 Uhr Einreichungab 9. Oktober, 8:00 Uhr, bis 22. Oktober 2026 PortalEAG-Portal der OeMAG – nur online WichtigEin Ticket allein ist noch kein Förderantrag

So läuft der Fördercall ab

  1. Heute ab 17:00 Uhr: Ticket ziehen. Der Zeitpunkt der Ticketziehung gilt später automatisch als Einreichzeitpunkt.
  2. Ab 9. Oktober: Projekt einreichen. Ohne vollständigen Antrag bis 22. Oktober verfällt das Ticket.
  3. Kein Ticket erwischt? Sie können trotzdem einreichen. Als Einreichzeitpunkt zählt dann der tatsächliche Zeitpunkt Ihres Antrags.

Halten Sie den Einspeisezählpunkt und die Eckdaten Ihres Angebots bereit: Leistung in kWp, Wechselrichter-Nennleistung, Speicher-Nettokapazität in kWh, Netto-Kosten getrennt für PV und Speicher.

Quelle: WKO Bundesinnung Elektrotechnik

Ticketziehung: So sind Sie in den ersten Sekunden dabei

Im Juni waren die Mittel nach Branchenangaben binnen Sekunden vergeben. Eine Garantie gibt es nicht. Beeinflussen können Sie aber, dass Sie zum Start nichts mehr suchen oder tippen müssen.

  1. Jetzt im EAG-Portal registrieren. Nicht erst um 17 Uhr. Verwenden Sie eine persönliche E-Mail-Adresse. Das Passwort braucht 8 bis 15 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, eine Ziffer und ein Sonderzeichen.
  2. Projekt vorab anlegen. Das geht jederzeit, nicht nur während des Calls. Die Daten des Förderwerbers müssen exakt mit dem Meldezettel übereinstimmen, inklusive eines etwaigen zweiten Vornamens und der Schreibweise.
  3. Den richtigen Zählpunkt nehmen. Gefragt ist der Einspeisezählpunkt, 33-stellig und beginnend mit AT00. Mit dem Bezugszählpunkt von der Stromrechnung ist kein Antrag möglich. Den Einspeisezählpunkt vergibt Ihr Netzbetreiber.
  4. Ein Ticket pro Zählpunkt. Mehrere Geräte für denselben Zählpunkt bringen nichts. Konzentrieren Sie sich auf einen gut vorbereiteten Versuch.
  5. Leistung richtig angeben. Maßgeblich ist die Modulspitzenleistung, also Modulleistung mal Anzahl. Die kWp-Zahl bestimmt die Förderkategorie. Nehmen Sie den Wert aus dem Angebot, das Sie tatsächlich umsetzen wollen.
  6. Fünf Minuten vorher bereit sein. Das EAG-Portal geöffnet, die Uhr des Computers mit der Internetzeit abgeglichen, andere Programme und Downloads beendet.
  7. Stabile Verbindung nutzen. Ein Computer am Kabel oder in gutem WLAN ist zuverlässiger als ein Handy im Mobilnetz.
  8. Nach dem Absenden nicht neu laden. Nicht auf „Zurück“ klicken, sondern warten, bis die Bestätigung erscheint. Ein abgebrochener Vorgang kann die Reihung kosten.
  9. Bestätigung sichern. Bildschirmfoto der Ticketnummer machen und die Bestätigungsmail auch im Spam-Ordner suchen. E-Mail und Passwort brauchen Sie für die Einreichung ab 9. Oktober.

Schritt für Schritt mit Screenshots: Leitfaden Photovoltaik „Vom Projekt zum Antrag“ der EAG-Abwicklungsstelle (Version 01/2026, PDF)

Und wenn es nicht in der ersten Minute klappt: Ziehen Sie trotzdem ein Ticket und reichen Sie vollständig ein. Nur ein gültiger Antrag hält Ihnen den Weg in den nächsten Fördercall offen.

Fördersätze im Überblick

KategorieAnlagengrößeFördersatz
Abis 10 kWp150 €/kWp (fix)
Büber 10 bis 20 kWp140 €/kWp (fix)
Cüber 20 bis 100 kWpbis 130 €/kWp
Düber 100 bis 1.000 kWpbis 120 €/kWp
Speichernur mit neuer oder erweiterter PV-Anlage150 €/kWh

Ein Speicher allein ist nicht förderfähig, ebenso wenig die Erweiterung eines bestehenden Speichers. Gefördert wird er nur gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage. Ob sich ein Speicher bei Ihrem Verbrauch überhaupt rechnet, zeigt unser Überblick zu Batteriespeichern für Photovoltaik.

Zuschläge

  • Made in Europe: bis zu 20 % Zuschlag auf die PV-Förderung, je 10 % für Module und Wechselrichter mit europäischer Wertschöpfung (EWR und Schweiz). Für Speicher aus europäischer Wertschöpfung gibt es 10 % Zuschlag.
  • Innovative Anlagen: 30 % Zuschlag, zum Beispiel für PV-Überdachungen von Parkplätzen ab 10 Stellplätzen, bei denen die Module selbst das Dach bilden.

Quelle: WKO Oberösterreich, Fördermöglichkeiten PV und Speicher (Stand 4/2026). Für Unternehmen gelten Obergrenzen in Prozent der förderfähigen Kosten.

Photovoltaik-Carport mit 600 kWp in 1220 Wien als Beispiel für eine innovative PV-Anlage mit Förderzuschlag
Ein PV-Carport ab 10 Stellplätzen gilt als innovative Anlage. Unsere Referenz in 1220 Wien hat 600 kWp.

Realistisch planen: Zusage ist nicht garantiert

Die Nachfrage übersteigt die Fördermittel deutlich. Laut Branchenberichten zum Juni-Call erhielten knapp 3.000 von rund 28.000 Anträgen eine Zusage (vienna.at). Es lohnt sich trotzdem einzureichen, denn ein gültiger Antrag hält Ihnen die Tür offen:

  • Kommt Ihr Antrag diesmal nicht zum Zug, können Sie dasselbe Projekt beim nächsten Fördercall erneut einreichen.
  • Bei exakt gleichem Projekt bleibt die Förderwürdigkeit erhalten, auch wenn die Anlage inzwischen in Betrieb ist.
  • Mit den Arbeiten dürfen Sie schon vor dem Antrag beginnen. In Betrieb gehen darf die Anlage aber erst nach einem gültigen Erstantrag.

Häufigster Fehler: Die Anlage wird vor dem ersten gültigen Antrag in Betrieb genommen. Damit ist die Förderung für dieses Projekt verloren.

Der größere Hebel liegt im Angebot

Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Eine 10-kWp-Anlage erhält 1.500 € Investitionszuschuss. Zwischen Angeboten für dieselbe Leistung haben wir in der Praxis Unterschiede von rund 365 € pro kWp gesehen, also rund 3.650 € bei 10 kWp.

Wer jetzt einreicht, hat meist bereits ein Angebot vorliegen. Diese zwei Wochen sind der richtige Moment, es zu prüfen: Leistung, Speichergröße und Komponenten fließen in den Antrag ein. Ein nachträglich geändertes Projekt ist nicht mehr dasselbe Projekt.

Mehr dazu: Photovoltaik-Angebote richtig vergleichen.

Angebot vor der Einreichung prüfen lassen

Wir prüfen Ihr Angebot auf Auslegung, Vollständigkeit, Preis und Förderfähigkeit, inklusive Hinweis auf den Made-in-Europe-Zuschlag. Ab 390 € netto, Bericht in fünf Werktagen. Damit der Bericht rechtzeitig vor dem 22. Oktober vorliegt, beauftragen Sie bis 15. Oktober.Angebot prüfen lassen0664 510 34 17

Investitionszuschuss oder Marktprämie?

Für größere Anlagen mit hohem Einspeiseanteil kann die EAG-Marktprämie der bessere Weg sein. Beide Förderungen schließen einander aus. Welche passt, hängt von Anlagengröße und Eigenverbrauch ab. Ausgangspunkt ist immer der Verbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ist deutlich mehr wert als eine eingespeiste. Aktuelle Werte finden Sie in unserer Analyse zum Einspeisetarif.

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