Photovoltaik für Gewerbe
Photovoltaik für Unternehmen
Wir planen und prüfen gewerbliche Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Errichtet wird von einem Fachbetrieb — Ihrer Wahl oder aus unserem Netzwerk. Diese Trennung ist der Kern unserer Arbeit: Wer plant, verkauft Ihnen keine Module.
TÜV Rheinland-zertifizierter PV-Gutachter (Nr. 3848397) · klimaaktiv-Kompetenzpartner · EXPERTA-Netzwerk
Was wir machen — und was nicht
Wir übernehmen
- Lastganganalyse und Auslegung
- Dach-, Statik- und Flächenbewertung
- Wirtschaftlichkeitsrechnung mit Ihren realen Verbrauchsdaten
- Ausschreibung und Angebotsprüfung
- Netzzugang, Genehmigungen, Förderanträge
- Baubegleitung und technische Abnahme
- Bestandsanlagen: Prüfung, Ertragsanalyse, Repowering
Das Ergebnis: Ihre Entscheidungsgrundlage zur Investition
Wir führen keine Montage aus, handeln nicht mit Modulen, Wechselrichtern oder Speichern und erhalten keine Provision von Herstellern oder Errichtern. Unser Honorar kommt ausschließlich von Ihnen.
Das ist der Grund, warum unsere Auslegung kleiner ausfallen kann als die eines Angebots — oder größer. Die Zahl richtet sich nach Ihrem Lastgang, nicht nach einem Katalog.
Das Ergebnis
| Leistung | Ergebnis | Typischer Zeitrahmen |
|---|---|---|
| Lastganganalyse | Viertelstundenwerte ausgewertet, Eigenverbrauchsquote und Lastspitzen beziffert | 1–2 Wochen |
| Auslegung | Anlagengröße in kWp, Speichergröße in kWh, Ertragsprognose | 2–3 Wochen |
| Wirtschaftlichkeitsrechnung | Amortisation, Kapitalwert, Sensitivität gegenüber Strom- und Einspeisepreis | mit Auslegung |
| Ausschreibung | Leistungsverzeichnis, vergleichbare Angebote statt vergleichbarer Prospekte | 3–6 Wochen |
| Angebotsprüfung | Schriftliche Bewertung mit Preis-, Technik- und Vertragsrisiken | 3–5 Werktage |
| Genehmigungsmanagement | Netzzugangsantrag, Behördenwege, Förderantrag eingereicht | projektabhängig |
| Abnahme | Prüfprotokoll, Mängelliste, Ertragsnachweis nach Inbetriebnahme | 1 Tag vor Ort |
Referenzen
Stadlauer Malzfabrik: größter Photovoltaik-Carport Wiens

- Leistung: 600 kWp
- Standort: 1220 Wien
- Jahr: 2026
- Ausführung: Austroport
- Unsere Rolle: Planung und Projektentwicklung
Erzeugung genau dort, wo der Strom gebraucht wird: Die Fläche über den Stellplätzen war ohnehin vorhanden, das Dach blieb frei. Carports sind baulich aufwendiger als Aufdachanlagen — die Wirtschaftlichkeit entscheidet sich an der Eigenverbrauchsquote, nicht am Preis pro kWp.
Firma Wika: von 20 auf 60 kWp mit Speicher


Die Ausgangslage: südlich ausgerichtete Module am Ende ihrer Lebensdauer auf einem Gründach in 1230 Wien Liesing. Die Prüfung ergab, dass Unterkonstruktion und Gründachaufbau weiterverwendbar waren — getauscht wurden die Module. Das Ergebnis ist die dreifache Leistung bei erhaltener Bausubstanz, ergänzt um einen 50-kW-Batteriespeicher. Ausführung: AES Energietechnik.
Der Fall zeigt, wofür sich eine unabhängige Prüfung rechnet: Die naheliegende Annahme wäre ein kompletter Rückbau gewesen. Was bleiben kann und was weichen muss, entscheidet die Substanzprüfung — nicht die Angebotslage.
Gewerbliche Batteriespeicher
Ein Speicher rechnet sich im Gewerbe über zwei Effekte: höhere Eigenverbrauchsquote und gekappte Lastspitzen. Der zweite wird regelmäßig unterschätzt — bei Betrieben mit ausgeprägten Leistungsspitzen kann die Reduktion des Netzleistungspreises den größeren Anteil am Ergebnis ausmachen.
Die Preisspanne liegt aktuell bei 500 bis 1.000 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität. Diese Spanne ist zu breit, um ohne Lastganganalyse eine Größe zu nennen. Wir werten Ihre Viertelstundenwerte aus und leiten daraus Kapazität und Leistung ab.
Einen Überblick über aktuelle Systeme — neoom BLOKK und TERRA, SolarEdge CSS-OD, Huawei LUNA2000, SIMPO HV Pro72, FOX ESS G-Max Plus, SolaX ESS-TRENE und weitere — finden Sie in unserem Marktüberblick Gewerbespeicher. Worauf es bei der Bewertung ankommt, steht in den zehn Kriterien, die im Datenblatt fehlen.
Wirtschaftlichkeit: worauf es tatsächlich ankommt
| Hebel | Warum er zählt |
|---|---|
| Eigenverbrauchsquote | Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt den vollen Bezugspreis. Jede eingespeiste bringt nur den Marktpreis. |
| Lastprofil | Ein Betrieb mit Tagesverbrauch erreicht ohne Speicher Quoten, für die ein Zweischichtbetrieb investieren müsste. |
| Netzleistungspreis | Wird über die höchste Viertelstundenleistung des Jahres verrechnet — ein einziger Peak wirkt zwölf Monate. |
| Förderung | Investitionszuschuss oder Marktprämie, abhängig von Größe und Fördercall. |
| Einspeisevergütung | Quartalsabhängig. Der aktuelle OeMAG-Marktpreis gehört in jede Rechnung. |
| Dach und Statik | Entscheidet über Montagesystem und Ballastierung — und damit über einen relevanten Teil der Errichtungskosten. |
Eine erste Einschätzung liefert unser Wirtschaftlichkeitsrechner. Für die Investitionsentscheidung ersetzt er keine Lastganganalyse.
Förderungen 2026
Für gewerbliche Anlagen in Österreich stehen im Wesentlichen zwei Wege offen: der Investitionszuschuss und die Marktprämie nach dem EAG. Welcher Weg günstiger ist, hängt von Anlagengröße, Eigenverbrauchsquote und der erwarteten Strompreisentwicklung ab — pauschal lässt sich das nicht beantworten. Fördercalls sind kontingentiert und enden regelmäßig vor Ablauf der Frist, weshalb die Antragsvorbereitung vor dem Öffnungstermin abgeschlossen sein sollte.
Details und aktuelle Termine: Förderungen für Photovoltaik und Marktprämie für Photovoltaik in Österreich.
Ablauf
- Erstgespräch. Kostenfrei, etwa 30 Minuten. Wir klären, ob sich der Aufwand für Sie rechnet.
- Datenaufnahme. Lastgang, Netzrechnungen, Dachpläne, bestehende Angebote.
- Auslegung und Wirtschaftlichkeit. Sie erhalten ein Dokument, mit dem Sie ausschreiben können.
- Ausschreibung und Vergabe. Wir holen vergleichbare Angebote ein und bewerten sie schriftlich.
- Umsetzung. Baubegleitung, Genehmigungen, Förderantrag.
- Abnahme. Prüfprotokoll und Ertragsnachweis.
Ihr Ansprechpartner
Mag. (FH) Andreas Mössenlechner — TÜV Rheinland-zertifizierter Sachverständiger für Photovoltaik (Nr. 3848397), klimaaktiv-Kompetenzpartner, Mitglied im EXPERTA-Netzwerk. Seit 2010 selbstständig, Mitglied der Fachgruppen Unternehmensberatung (UBIT) und Elektrotechnik der Wirtschaftskammer Wien.
Telefon 0664 510 34 17 · office@photovoltaik-service.at
Einsatzgebiet: Wien, Niederösterreich, Burgenland
Häufige Fragen
Was kostet die Planung?
Nach Aufwand, abhängig von Anlagengröße und Leistungsumfang. Eine Angebotsprüfung ist deutlich günstiger als eine Ausschreibungsbegleitung. Sie erhalten vor Beauftragung einen Fixpreis.
Wir haben bereits ein Angebot. Lohnt sich eine Prüfung noch?
Gerade dann. Geprüft werden Auslegung, Komponentenqualität, Ertragsannahmen, Gewährleistung und Vertragsbedingungen. Das Ergebnis ist eine schriftliche Bewertung, mit der Sie verhandeln oder unterschreiben können. Zum Angebots-Check.
Ab welcher Anlagengröße lohnt sich unabhängige Planung?
Als Orientierung: ab etwa 50 kWp, früher bei komplexer Dachsituation, Speicherplanung, Denkmalschutz oder wenn der Netzzugang nicht selbstverständlich ist. Im Erstgespräch sagen wir Ihnen, wenn sich der Aufwand nicht rechnet.
Übernehmen Sie auch die Errichtung?
Nein. Die Ausführung übernimmt ein Fachbetrieb — Ihrer Wahl oder aus unserem Netzwerk. Wir begleiten den Bau und nehmen ab.
Arbeiten Sie auch an Bestandsanlagen?
Ja. Ertragsanalyse, Fehlersuche, Bewertung vor Ankauf einer Immobilie mit Anlage, Repowering. Das Wika-Projekt oben ist ein solcher Fall.
Nächster Schritt
Dreißig Minuten am Telefon genügen, um einzuschätzen, ob Ihr Objekt geeignet ist und welcher Leistungsumfang sinnvoll wäre.